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Neues Jahr ohne Druck

Der Januar hat einen schlechten Ruf. Zu laut, zu viel, zu schnell und plötzlich sollen wir „neu“ sein: fitter, klarer, produktiver. Und wenn wir es nicht sind, fühlt sich das wie ein Fehlstart an.


Ich sehe Januar anders: als Ankommen. Als Monat, in dem du dein System neu justierst – nicht dein ganzes Leben.


Hier sind fünf Fragen, die dir helfen, den Januar stimmig zu starten. Ohne Druck, dafür mit Richtung.


1) Was war 2025 überraschend gut – obwohl es nicht geplant war?

Oft sind die wertvollsten Dinge nicht im Kalender.

Ein Gespräch. Ein Moment von Ruhe. Eine Entscheidung, die du endlich getroffen hast.

Wenn du das erkennst, kannst du es bewusst wiederholen.


2) Was hat dir Energie gekostet – und warum?

Nicht alles, was „wichtig“ wirkt, ist gut für dich.

Frag dich: War es zu viel? Zu unklar? Zu wenig Unterstützung? Oder einfach nicht mehr passend?

Diese Frage ist kein Vorwurf sondern ein Hinweis: Hier darf es leichter werden.


3) Was soll im Januar weniger werden, damit etwas anderes mehr Platz hat?

Mehr ist selten die Lösung. Manchmal brauchst du nicht neue Ziele, sondern mehr Luft.

Weniger Meetings. Weniger Bildschirmzeit. Weniger „Ja“.

Damit gewinnst du mehr Fokus, mehr Schlaf und mehr Präsenz.


4) Welcher kleine Schritt wäre „klein, aber mächtig“?

Ein Schritt, der so klein ist, dass er fast lächerlich wirkt, dafür täglich möglich ist.

Zum Beispiel:

  • 10 Minuten früher ins Bett

  • 15 Minuten Spaziergang

  • 3 Highlights pro Tag notieren

Klein ist nicht banal. Klein ist machbar.


5) Woran würdest du Ende Januar merken: „Ich bin auf Kurs“?

Nicht am Gewicht, nicht am Kontostand, nicht am Perfektionsgrad, sondern an Signalen wie:

  • Ich bin ruhiger in mir.

  • Ich treffe klarere Entscheidungen.

  • Ich habe mehr Energie.

  • Ich bin näher bei dem, was mir wichtig ist.


Ein Mini-Ritual für jeden Tag: 3 Highlights

Wenn du nur eine Sache im Januar ausprobierst, nimm diese:

Notier dir jeden Abend 3 Highlights des Tages.


Warum drei?

Weil dein Blick sonst oft beim Offensichtlichen hängenbleibt. Drei Highlights bringen dich ins Suchen und genau dort verändert sich Perspektive.


Wenn du willst, ergänze pro Highlight noch ein Wort: Warum war das gut?

Daran erkennst du nicht nur, dass etwas gut war, sondern auch, was dir wirklich guttut.

 
 
 

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