3 Highlights pro Tag: das unterschätzte Training für Fokus, Zufriedenheit und Klarheit
- Andreas Ulrich
- 4. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Viele Menschen denken bei Journaling an lange Texte und viel Disziplin. Dabei ist es oft genau umgekehrt: Je einfacher ein Ritual ist, desto eher bleibt es.
Darum liebe ich das Prinzip: 3 Highlights pro Tag.
Nicht als „alles ist toll“-Mantra. Sondern als Training für Aufmerksamkeit und Klarheit.
Warum 3 Highlights (und nicht nur 1)?
Ein Highlight ist gut, aber oft ist es das Offensichtliche: etwas Grosses, Seltenes, Spektakuläres.
Drei Highlights verändern die Aufgabe:
Dein Gehirn muss plötzlich fragen: „Was war noch gut?“ und dann tauchen Dinge auf, die sonst untergehen:
ein kurzer Moment von Ruhe
ein Satz, der dich getroffen hat
ein kleiner Fortschritt
ein ehrliches Lachen
Mit der Zeit merkst du: Dein Alltag hat mehr Qualität, als dein Stress dir erzählt.
Was ein „Highlight“ wirklich sein darf
Highlights sind nicht nur Erfolge, sie sind Momente, die dich stärken.
Du hast eine Grenze gesetzt.
Du hast eine unangenehme Aufgabe erledigt.
Du hast dir Zeit genommen.
Du hast dich entschuldigt.
Du hast jemanden angerufen.
Die 3 Kategorien, wenn dir nichts einfällt
An zähen Tagen hilft Struktur. Probier das:
Begegnungen – Wer/was hat dir gutgetan?
Fortschritte – Wo ging’s 1% vorwärts?
Wohlbefinden – Was hat dich geerdet?
Das wirkt simpel – und genau darum funktioniert es.
Die „Warum“-Frage: Der Turbo für Klarheit
Wenn du Zeit hast, schreib hinter jedes Highlight ein kurzes „weil…“.
Zum Beispiel:
„Spaziergang“ – weil ich wieder ruhiger wurde.
„Klärendes Gespräch“ – weil es Druck rausgenommen hat.
„Aufräumen“ – weil ich mich leichter fühle.
Plötzlich erkennst du Muster:
Was gibt dir Energie? Was raubt dir Energie? Was brauchst du mehr?
Mini-Anleitung: so startest du heute (nicht erst morgen!)
Heute Abend:
nimm dir 3 Minuten Zeit
notiere 3 Highlights
optional: je 1 „weil…“-Satz
Wenn du das 7 Tage machst, hast du 21 Hinweise auf das, was dich stärkt. Wenn du es 30 Tage machst, hast du 90.
Und das ist am Ende mehr als ein nettes Gefühl, es wird (d)ein Kompass.

Kommentare